Gedruckte Reportagen 1:1 ins Netz zu stellen, ist so eine Sache. Der Aufwand ist zwar minimal, das Ergebnis dafür meistens fad, wenn man vom Text absieht. Das ist auch deshalb schade, weil große Print-Magazine i.d.R. nur eine Handvoll Fotos auswählen, um sie wirklich zu drucken. Viele weitere Bilder, Screenshots und Grafiken verschwinden in der Schublade, anstatt sie zumindest online zu verwerten.
Der gedruckte FOCUS hatte vor kurzem eine Reportage über Second Life im Heft - die Online-Version ist, ein erster Test, nun in Soundslides produziert worden. Bitte hier klicken, um die Galerie zu starten.
Das Ausgangsmaterial: Einige Dutzend Screenshots, die während der Print-Recherche entstanden sind, dazu Fotos von Interviewpartnern sowie ein über Skype und Powergramo aufgenommes und in Audacity geschnittenes Telefon-Interview mit dem Print-Autor Andreas Wenderoth. Er erzählt in seinen Worten, was Second Life ist, welche Leute mitspielen und mitverdienen. Die freie Rede ist wichtig: Ein abgelesenes Script würde hier etwas klinisch wirken.
In diesem Fall erzählt also der Journalist - bei anderen Reportagen könnte genauso gut der Fotograf selbst berichten. Hier macht es allerdings wenig Sinn, da das Material größtenteils aus Screenshots besteht.