EOS 30D, auf der Spielwiese

2. Dezember 2006

Das elegante Daumenkino von Iraqi Kurdistan hat mich dann doch angefixt - da ich seit einigen Tagen mit einer neuen Canon EOS 30D dilettiere, konnte ich nicht widerstehen, auch das mal schnell auszuprobieren. Die Kamera spielt eine nicht unwesentliche Rolle dabei: Im Gegensatz zur EOS 300D hat die neue genug Speicher, um bis zu 30 Bilder in schneller Folge zu schießen.

Wenn man ein Stativ einsetzt, um die Sequenz exakt vom gleichen Punkt zu fotografieren, ergeben sich reizvolle Effekte. Abends kommt noch Blur dazu - auch bei Dauerfeuer belichtet die Kamera jedes Einzelbild eben so lange wie notwendig. Bewegen sich dann Objekte schnell durchs Bild - Straßenbahnen oder Passanten - kontrastieren diese verwischten Elemente mit scharf abgelichteten Bildpartien.

Hier ein paar kurze Sequenzen, in wenigen Minuten am Nordbad in München fotografiert, 372 Einzelbilder.

YouTube-Link

Durch die Numerierung der Frames ist es auch nicht so schwer, gleich ein paar Dutzend Bilder in der richtigen Reihenfolge zB. in Windows Movie Maker zu werfen und einen Film daraus zu generieren.

Tipp: Wer Filme aus mehreren hundert Bildern erstellt, bekommt zumindest bei WMM schnell Speicherprobleme. Umweg: Jede einzelne Sequenz als einen separaten Minifilm (maximale Qualität) exportieren - am Ende dann die Filmsegmente (nicht die Einzelbilder) zum gesamten Movie zusammensetzen.

6 Kommentare:



  1. Bastian Greshake sagt:
    2. Dezember 2006 um 13:43

    Sehr schöne Spielerei, im AV-Modus fotografiert damit nur die Zeit angepasst wird?

    30 Bilder gehen aber auch bei der 30D nur in JPEG oder?



  2. bono sagt:
    2. Dezember 2006 um 18:09

    schöne umsetzung der idee!
    als 300d-besitzer würde es mich freuen, häufiger ein paar sachen darüber zu lesen, wie sich ein upgrade auf ein hochwertigeres canon-modell bemerkbar macht… nur so als anregung =)



  3. Oliver Bechmann sagt:
    2. Dezember 2006 um 18:56

    Ah - hatte die Woche “Iraqi Kurdistan” wahrgenommen und schleiche justament um die 30D rum (derzeit 350D) … danke für die Bestätigung! Bin jetzt sehr sicher, dass ich upgraden werde ;-)



  4. Fabian Mohr sagt:
    3. Dezember 2006 um 20:51

    Bastian: P-Modus. RAW tut sich vermutlich ohnehin niemand bei Feld-und-Wiesen-Serienfotografie im Hunderter-Bereich an.

    Bono: Zusätzliche, bessere Objektive wirken sich vermutlich mehr auf die Bilder aus als ein Gehäuse-Upgrade… Ich brauche für etwas größere Fotoprojekte eine zweite Spiegelreflex, da lag die 30D nahe. Sehr viel substanziellere Infos, v.a. zu Geräte-Vergleichen, hier:
    http://www.dpreview.com
    http://www.digitalkamera.de



  5. bono sagt:
    4. Dezember 2006 um 14:55

    Danke für die Antwort und die Links…
    Mein Kommentar zielte allerdings mehr darauf ab, dass ich es immer wieder erstaunlich finde, wie man allein schon durch das Gefühl “etwas Neues” in der Hand zu halten für einen gewissen Zeitraum eher bereit ist, neue Ideen auszuprobieren und umzusetzen. Das war es zumindest, was ich in Deinem Beitrag gesehen habe und selbst auch schon bei mir beobachtet habe.
    Allein das “Mehr” an Megapixeln und die teurere Technik interessierte mich jetzt erstmal gar nicht so sehr.
    Ich hoffe, Du hast meinen Kommentar also nicht als Aufforderung zur Kaufberatung verstanden… mir ging’s vielmehr darum, mehr von diesen neuen Ideen zu sammeln. Wobei ich zugeben muss, dass man das wohl nicht ganz aus meinem ersten Komentar rauslesen konnte =)



  6. Martin John sagt:
    5. Dezember 2006 um 21:55

    Schöne Sache. Mit Stativ kommt der Effekt noch deutlich besser raus. Das bei solchen Projekten wie Iraqi Kurdistan ein Stativeinsatz nur schwer möglich ist, ist mir aber auch klar. :-)

    Mich schreckt bei dieser art der Stop-Motion Fotografie ein wenig der verschleiss des Verschlusses ab. Tim Burton hat “Corpse Bride” zwar komplett mit SLRs fotografiert - hatte aber auch das Budget um sich 24 Exemplare einer 1D Mark II zu leisten.

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