Obdachlos in der Hauptstadt der Schönen und Reichen

23. Dezember 2006

Eine Bilderstrecke, die ich vor einigen Tagen im Kloster St. Bonifaz in München fotografiert hatte, ist jetzt bei FOCUS Online als Galerie mit Soundslides live gegangen. Bitte hier klicken, um die Foto-Strecke zu starten.

Den dazugehörigen Artikel - inkl. Diskussion zum Thema Armut und Obdachlosigkeit in den Kommentaren - finden Sie hier.

Für die Audio-Aufnahme habe ich einen Video-iPod 5G/60 verwendet, dazu das TuneTalk-Mikrofon. Da mich das zeitraubende Überspielen auf den PC beim MiniDisc-Recording schon länger stört, finde ich das direkte Aufnehmen von WAV-Dateien sehr charmant. Den iPod dann an den PC anschließen und die WAVs in einem separaten Folder abholen - wirklich problemlos. Die Aufnahmequalität des TuneTalk-Stereomikrofons ist m. E. verblüffend gut.

Eines muss man aber unbedingt beachten: Da TuneTalk direkt an den iPod angesteckt wird, übertragen sich in ruhigen Momenten die Festplattengeräusche auf das Mikrofon und die Aufnahme - das kann sehr störend sein.

Ich musste in Sound Forge etwas schnipseln, um das Audio zu retten. Wer sich die Fotostrecke mit Kopfhörer gibt, hört den iPod hier und da noch ganz leise stöhnen :) Lektion gelernt. Da Tune Talk auch einen 3,5-mm-Anschluss mitbringt, kann man externe Mikrofone mit Kabel anschließen und das Problem mit den Vibrationen zu 100 % umgehen. Beim nächsten Mal dann.

St. Bonifaz
© Fabian Mohr | Dieses Foto in der Großformat-Version ansehen

St. Bonifaz
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St. Bonifaz
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11 Kommentare:



  1. Roland sagt:
    23. Dezember 2006 um 02:46

    Wow, ein echt beeindruckendes Format, so wie es jetzt beim Focus zu sehen ist. Diese Kombo von Foto (dazu S/W) und Ton kannte ich noch gar nicht.
    Die Aufnahmen sind (wie gewohnt) excellent, gewinnen mit der Tonspur aber an zusätzlicher Schärfe! Einfach klasse, hoffe Du machst noch mehr davon?



  2. Oliver sagt:
    23. Dezember 2006 um 16:51

    Freut mich, dass Focus Online anscheinend bereit ist, in ein solch anspruchsvolles und gelungenes Projekt Geld und/oder Zeit zu stecken. Da scheint sich tatsächlich der Wind zu drehen - hin dazu, dass die großen Online-Anbieter in Deutschland tatsächlich mehr in originären Online-Journalismus zu investieren.

    Und von iPod-bedingten Nebengeräuschen habe ich nichts mitbekommen - kenne das, da selbst iPod-User (mit Belkin-Mikro-Aufsatz ;-)



  3. Michael_DF sagt:
    23. Dezember 2006 um 17:19

    Sehr schöne Fotos, gelungene Kombo zusammen mit den Geräuschen und der Sprache.



  4. Markus sagt:
    4. Januar 2007 um 12:19

    Wie meine Vorredner teilweise auch schon festgestellt haben, kannte ich bislang eine solche Kombination aus Photograhien und Ton nicht. Wenn dieses Format immer so umgesetzt wird wie hier von Dir, dann ist es eine wirkliche tolle Sache. Die Fotos sind klasse, die Inhalte sind fundiert. Solche Inhalte würde ich mir mehr wünschen. Ich bin kein Fan des Focus, wenn er aber solche Sachen ermöglicht, muss ich meine Meinung vielleicht überprüfen. Mein Fazit: Klasse Job! Auch ich habe den Beitrag übrigens per Kopfhörer gehört und habe dennoch keine Nebengeräusche wahrnehmen können. Wenn sie also da waren/sind, so sind sie zumindest in keinster Weise störend. Klasse Arbeit :-)!



  5. Tim L*illing sagt:
    6. Januar 2007 um 17:43

    Eine großartige Reportage. Einsatz von Weitwinkel ist Dir gelungen, spannende Perspektiven; die von oben Aufnahmen sind das Salz in der Suppe. An einigen Stellen hätte ich mir noch einen Closeup gewünscht (Verarzten der Füsse). Freue mich, dass es neben den ganzen “exotischen” Reportagen (Irak, Hungersnot in X, Naturkatastrophe in Y) auch Themen aufgegriffen werden, die HIER stattfinden…diese werden IMHO nur allzu häufig übersehen. Der Sound ist erstaunlich gut - um Längen besser als von meinem MP3-Player, das Schneiden hat auch gut funktioniert. Lediglich den Shuttersound der Kamera fand ich ein wenig aufdringlich; aber das ist wahrscheinlich GEschmackssache.



  6. Andreas Dorner sagt:
    10. Januar 2007 um 10:48

    Auch ich bin begeistert von den Aufnahmen und der Umsetzung. Wobei ich finde, dass fünf Minuten mutig lange sind. Die Kombination von Audio und Bildern fand ich sehr gelungen. Es ist sicherlich nicht ganz einfach die Bilder in der Timeline von Soundslides passend zu den O-Tönen zu ziehen. Arbeitest du dann mit den Timecodes im Audiotrack?



  7. Tim L*illing sagt:
    12. Januar 2007 um 14:06

    Manual TB:

    http://www.dokufoto.de/nachric.....lides-288/



  8. Fabian Mohr sagt:
    13. Januar 2007 um 21:27

    Roland: Ja, ich will dieses Jahr mehr davon machen, definitiv. Wann und welche Themen - wird man sehen.

    Tim: Ja, sehe ich ähnlich. Ich frage mich auch, warum zB. deutsche Zeitungen so wenige Fotoreportagen machen. Bei der Mercury News haben die Fotoreporter nicht nur viel mehr Platz im Blatt - sie haben auch eine eigene Website: http://www.mercurynewsphoto.com

    Habe vor kurzem gesehen, dass stern.de auch mit Soundslides arbeitet: Margot Haberlands Abschied. Gute Arbeit.

    Andreas: Bei Soundslides lädt man ein fertiges Soundfile in sein Projekt und kann dann die Übergänge von einem Bild zum nächsten ziemlich präzise so hinziehen (per Maus), dass sie passen.

    Mit der Länge ist es wie mit allem im Leben: Wenn es spannend ist, schaut niemand auf die Uhr. 5 Minuten sind aber in der Tat eher die Obergrenze. Alternative: Eine Serie von kürzeren Audio-Galerien, habe ich auch schon gesehen.



  9. Uwe Ziegler sagt:
    23. März 2007 um 11:26

    Exzellente Arbeit, ein sehr interessantes neues Format, diese Kombination aus (übrigens hervorragenden) Bildern und O-Tönen. Das eröffnet dem Online-Journalisten ganz neue Perspektiven. Eigentlich ist ein Fünf-Minuten-Beitrag für Online-Verhältnisse ewig lang, wenn er aber so gut gemacht ist wie in diesem Fall, bleibt man gern bis zum Schluss dabei. Chapeu!



  10. Boris F. Künkel-Zeuge sagt:
    29. Mai 2007 um 09:19

    Klasse Reportage, Bilder top - da traue ich mich kaum etwas zu sagen. Unter Deinen Soundslides das Beste, weil Du hier nicht nur Sounds zur Stimmung, sondern vor allem Interviews nutzt. Ich bin beeindruckt.

    Nutzt Du die Vollversion von Soundslides? Gibt es Probleme oder Bugs?

    Gruß, Boris



  11. Fabian Mohr sagt:
    30. Mai 2007 um 22:52

    Boris, eine Galerie mit Musik unterlegen ist ganz nett, aber mit O-Tönen ist es was ganz anderes. Stimme dir völlig zu. Leider hat man ein paar Bilder öfter zur Hand als solide Interviews dazu… da ist Musik dann der Kompromiss.

    Ja, ich nutze die Vollversion (1.5 für Windows) und die läuft sehr stabil. Im Moment teste ich die Beta für Soundslides Plus und die ist auch, von einigen kleinen Bugs abgesehen, schon ziemlich vertrauenswürdig, würde ich sagen.

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