Geo, Magnum

11. Juli 2007

Es lohnt sich, die Juli-Ausgabe von Geo zu kaufen. Zum 60. Geburtstag der Fotoagentur Magnum wird die Geschichte dieses faszinierenden Kollektivs ausgebreitet, dazu eine Reihe von Bildern (leider nicht online). Wer es noch nicht kennt: Magnum in Motion, der extrem inspirierende multimediale Ableger.

5 Kommentare:



  1. Tim L*illing sagt:
    11. Juli 2007 um 20:51

    Es war das erste Mal seit langem, dass ich mir ein Geoheft gekauft habe. Anfangs war ich beeindruckt; habe seit langem nicht mehr so eine lange Bildstrecke gesehen. Was mir besonders gut gefallen hat: nicht nur die bekannten Bilder, die Klassiker, sondern auf viele weniger bekannte.

    Nach der ersten Begeisterung habe ich angefangen zu grübeln. Das Editorial wirft spannende Fragen auf, die im Artikel nicht beantwortet werden. Der Artikel selbst ist trockenes Nacherzählen der Geschichte Magnums, die wirklich spannenden Fragen (z.B. ob und wie Magnum weiterexistieren kann und welche Rolle der Fotojournalist des Typs Magnum spielt und spielen wird) werden nur in Ansätzen behandelt.

    Peinlich der letzte Teil: hier wird sehr nebulös von Fotocommunities und Magnum in Motion erzählt, aber das Kind nicht beim Namen genannt. Wenn ich mich richtig erinnere, verät uns der Autor noch nicht einmal die URL von MiM oder Flickr genannt.

    Aber: trotz der Schwächen insgesamt lesenswert.



  2. Fabian Mohr sagt:
    11. Juli 2007 um 23:02

    Das was die Titelseite verspricht, hält der Artikel durchaus - es ist eine ausführliche, interessante Geschichte der Foto-Agentur, dazu eine ungewöhnlich lange Fotostrecke, nicht nur mit den bekannten Motiven (was ich besonders gut fand). Man sollte vielleicht auch bedenken, dass Geo nicht für Fotografen schreibt, sondern für ein sehr breites Publikum. Die interessieren sich für Erlösmodelle und die Branche an sich nur am Rande. Ich fand auch wichtiger, dass sie zum Beispiel ausführlich auf den Punkt eingehen, was Fotografie noch bewirkt bzw. ob sie das überhaupt muss.



  3. Tim L*illing sagt:
    11. Juli 2007 um 23:40

    Titelseite: Ja, nein, jein. Titel ist „Zeitzeuge Fotograf“, der Artikel hingegen über Magnum.

    Bildstrecke: Ja, Full Ack. Am Rande: mir ist mal wieder klar geworden, dass man Fotos nur sehr begrenzt aus ihrem Zusammenhang reissen kann. Sicherlich wirkt ein Foto eines küssenden Pärchens auch ohne lange BU oder Hintergrund, aber gerade bei fotojournalistischen und insbesondere gesellschaftlichen / kritischen / sozialen Themen sind sie nur Ergänzung zum Text. Alleine die Ästhetik des Grauens abzubilden ist nicht genug (Wie gesagt nur am Rande, darum ging es ja in dem Artikel auch nicht, insofern kein “Fehler” der Redaktion. Mehr als Memo für mich.)

    Breites Publikum: Ja, sicher. Erlösmodelle insofern also wahrscheinlich wirklich nicht interessant. Aber Flicker kennt inzwischen auch ein breites Publikum und MiM ist es wert auch genannt zu werden + man braucht sich bei diesem im Vergleich zu anderen Bildagenturen und Fotoplattformen sehr fortschrittlichem Kommunikationsmedium nicht darüber mokieren, dass Bilder von Paar schon viele Jahre alt sind…



  4. Fabian Mohr sagt:
    12. Juli 2007 um 02:11

    Was Flickr und Magnum in Motion angeht: Da merkt man, dass dieser Geo-Geschichte der Online-Ableger fehlt. Im Heft fänd ich das etwas, naja, witzlos. Aber auf Geo.de könnte man zum Thema Magnum eine ziemlich interessante Linkliste bauen.



  5. 7an sagt:
    6. August 2007 um 01:12

    ja, war sehr interessant, die magnum-story. coole typen. allesamt.

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