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Autor: Fabian Mohr | 25. März 2008 | Kommentieren Sie diesen Artikel
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I wandered lonely as a cloud:
That floats on high o’er vales and hills,
When all at once I saw a crowd,
A host of golden daffodils;
Beside the lake, beneath the trees,
Fluttering and dancing in the breeze.
William Wordsworth: I Wandered Lonely as a Cloud

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Ohne Internet, Presse, Radio und TV waren Public Relation und Spin Doctoring in der Antike noch echte Handarbeit. Mit die wichtigsten Werbeträger sind damals Münzen - extrem hohe Reichweite, einfache Produktion.
Ähnlich wie bei Twitter prägen formale Begrenzungen den Stil: Mit weit weniger als 140 Zeichen pro Münzseite muss “auf den Punkt” formuliert werden. Wichtig auch die visuelle Komponente: Über Sprachbarrieren und Analphabetentum hinweg erreichen Symbole eine riesige Zielgruppe.
Authentische Abbilder der Herrschenden darf man nicht erwarten - immer wieder werden die Trendsetter der Antike kopiert, um sich selbst als legitimen Nachfolger zu präsentieren. Tiberius etwa lässt sein Münzbild mit der für Alexander den Großen typischen Stirnlocke aufhübschen.
Es ist faszinierend, wie viele Parallelen zwischen der Antike und unserere Zeit existieren. Eigentlich alles, worüber wir uns politisch den Kopf zerbrechen, war damals in zumindest ähnlicher Form schon ein Thema. Wladimir Putin und die Transformation der römischen Republik durch Octavian (Augustus) ist nur ein Beispiel dafür.
Die hier abgebildete Münze trage ich übrigens seit ein paar Jahren im Portemonnaie - ein Mitbringsel meiner Eltern von einer Mittelmeerreise.
Das war viel mehr, als ich erwartet hatte: Acht Kommentare und drei Emails beschäftigen sich mit dem Video zum Arbeitsalltag in der Psychiatrie. Das Wichtigste, was ich gelernt habe:
Ich hätte so eine Feedback-Schleife schon viel früher machen sollen.
Wenn man außerordentlich nette Arbeitskollegen hat (habe ich), dann ist das in einem Punkt eher kontraproduktiv - sie nehmen dich einfach nicht nach allen Regeln der Kunst auseinander. Dem Feedback fehlt die offene Strenge.
Nicht so bei ISO 800 :)
Danke, etwas Besseres hätte mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht passieren können. Einerseits, weil ich nochmal wachgerüttelt wurde, was die Basics angeht. Da gibts auch nichts zu diskutieren und die Anmerkungen sind eine wertvolle Checkliste für die nächsten Projekte. Klar weiß man das oft auch schon vorher, aber es ist gut, daran erinnert zu werden, dass nur die Umsetzung zählt.
Andererseits, weil ich nochmal intensiver nachgedacht habe, wo ich hingehen will. Das Mischen von Farbe und Schwarzweiß, zum Beispiel. Lass ich eher bleiben.
Oder die Länge. Ich werde mir auch in Zukunft die Freiheit nehmen, fünf Minuten oder sogar länger zu machen. Dann muss es aber auch tragen. Und wenn mir jemand schreibt, dass er nach zweieinhalb Minuten mental ausgestiegen ist, weil keine neuen visuellen Reize kamen - dann liegt der Ball bei mir, nicht bei ihm im Feld. Der Film muss dann einfach noch besser werden.
Es gibt bei “Asterix und die Briten” diese wunderbare Szene, in der ein älterer Herr das Grün in seinem Vorgarten mit einer kleinen Sichel bearbeitet:
“Nach 2000 Jahren Pflege wird mein Rasen recht annehmbar sein, denke ich.”