Explorehoward.com: “I will always feed you”
5. Juli 2008Erst als ich mir “I will always feed you” zum dritten Mal in Folge angesehen hatte, fiel mir das graue, kleinteilige Rauschen rund um den Videoplayer auf. Der Artikel. (Ich habe ihn nie gelesen.)
“I will always feed you” ist eine bemerkenswert erzählte Foto/Video-Geschichte über einen Jungen mit Prader-Willi-Syndrom – ein Gen-Defekt, der unstillbare, immerwährende Hungergefühle bei den Betroffenen auslöst. Was man von dieser Produktion lernen kann: Wie wichtig Audio-Qualität ist; authentische Atmo, sehr präzises Timing. Wie sehr auch nur kurze Videosequenzen die Fotostrecke auflockern. Wie wenig man durchgehend Video braucht, wenn die Stills wirklich tragen.
Es ist letztlich auch egal, ob man so eine Geschichte als Soundslides oder Video produziert. Video bietet natürlich einen großen Vorteil – man kann Bewegtbild einfließen lassen. Die Essenz aber sind in diesem Fall starke Fotos und nahegehender Sound.
Ich möchte keinen Artikel mehr lesen, wenn ich durch multimediales Storytelling die Essenz und die Schwingungen einer Geschichte in wenigen Minuten aufnehmen kann. Text allein ist so – unbefriedigend.
(via del.icio.us/sethgitner)