Immersion

24. November 2008

“Immersion” zeigt in 3:47 Minuten alles, was man über das Thema Videospiele wissen muss. Das Video von Robbie Cooper ist 100 Mal witziger, lebendiger und auch ein wenig bedrückender als alles, was ich im klassischen Fernsehen dazu gesehen habe. Vielleicht liegt es ja nur daran, dass die Idee einfach ist. Und mir niemand aus dem Off erzählt, was ich vom Thema Videospiele zu halten habe. Lieblings-O-Ton:

“Come back here! Let me stab you.”

10 Kommentare:



  1. Ralf-Jürgen Stilz sagt:
    24. November 2008 um 06:58

    Ich würde mich auch gerne mal beim Zocken selbst beobachten. Interessante Idee! Wo ist meine Videokamera???!!!

    Aber es zeigt rein gar nichts, was man über Videospiele wissen muss. Es polarisiert und benutzt KINDER auf eine unerträgliche Art und Weise. Mr. Cooper hätte besser mal ein paar Erziehungsberechtigte die Spiele ihrer Kids zocken lassen sollen, dann hätte er wenigstens was sinnvolles zum Thema beigetragen!



  2. Fabian Mohr sagt:
    24. November 2008 um 13:06

    Oder gleich Norbert Bolz. Schon klar..



  3. Bastian Greshake sagt:
    24. November 2008 um 13:29

    So flach würde ich das nicht betrachten. Natürlich benutzt er für das Video Kinder, doch wenn man sich nur anhört was die Kinder da spielen, kann man davon ausgehen, dass es sicherlich keine Spiele sind die für ihre Altersklasse freigegeben sind (zumindest in Deutschland, doch vermutlich sieht das auch in anderen Ländern nicht ganz anders aus).

    Für mich sieht das mehr nach einem Appell danach aus, dass Erziehungsberechtigte sich anschauen sollten was ihre Kinder spielen und sie nicht alles spielen sollten als nach einem Rundumschlag gegen Videospiele allgemein.



  4. Mart sagt:
    24. November 2008 um 21:06

    Ich möchte lieber nicht wissen, wie bekloppt ich (oder andere Erwachsene) beim Ansehen des durchschnittlichen Fernsehprogrammes aussehen. Aus dem Gesichtsausdruck bei einem privaten Moment der Entspannung irgendwas Größeres ableiten zu wollen finde ich daneben. In solchen Momenten sehen wir alle dämlich aus - egal ob beim Essen, spielen, onanieren, fernsehen oder kacken. So what?



  5. Fabian Mohr sagt:
    24. November 2008 um 23:02

    Ich finde nicht, dass die Kinder und Jugendlichen da bekloppt oder dämlich aussehen. Sie sehen zum Teil so aus, wie wenn sie (reichlich) überfordert sind, zum Teil aber auch so, wie wenn sie Spaß haben… wie wenn ein echtes Bedürfnis (Gewalt spielerisch ausleben) befriedigt wird. Das passt dem einen oder anderen möglicherweise nicht, es ist auch nicht so richtig “pc”. Aber die Moralmeister von heute haben als Kind den Fröschen auch schon die Beine ausgerissen..



  6. Marc Tönsing sagt:
    25. November 2008 um 09:32

    Ich kann mich Ralf-Jürgen Stilz nur anschließen. Wieso wird das auf Kinder reduziert? Und wieso sind es hauptsächlich, zumindest nach den Soundeffekten zu urteilen, Spiele mit großen Action-Anteilen in denen praktisch nur mit Waffen geschossen wird? Ziemlich Klischeehaft das Ganze meiner Meinung nach. Videospiele sind mehr. Bedeutend mehr als nur Immersion.



  7. ben_ sagt:
    25. November 2008 um 12:56

    Da gab’s beim Stern die Tage eine ganz ähnliche Bildergallerie:
    http://www.stern.de/unterhaltu.....90572.html

    Grundsätzlich bin ich mir zwar nicht sicher, welcher Meinung Du bist, würde auf Grund des Kommentars 5 aber sagen, dass wir uns da einig sind: Das Video ist ein beeindruckende Veranschlichung, dessen was Videospiele sind.

    Allerdings … habe ich die Befürchtung, dass der erste Eindruck, den Zuschauer dieses Films haben, ein erschreckter ist, nicht zuletzt, weil es sich um Kinder handelt. Und ich glaube alleine Erschrecken wird weder den Kindern noch den Spielen wirklich gerecht.

    Und obendrein glaube ich nicht, dass das alles ist, “was man über das Thema Videospiele wissen muss”.



  8. Fabian Mohr sagt:
    25. November 2008 um 13:35

    Offenbar hat man sich beim Thema Videospiele zu entscheiden wo man steht - man ist für sie oder man ist gegen sie. Aber ich kann das so leider nicht. Ich spiele selber Egoshooter, sogar sehr gerne, und habe keine Probleme damit, dass auch Kinder oder Jugendliche damit spielen (sie tun es sowieso, so what). Andererseits spricht das Video doch eine deutliche Sprache. So sehr mich die Jugendlichen amüsieren, die in dem Spiel komplett aufgehen (was ich nachvollziehen kann, geht mir ähnlich), so bedrückend finde ich die Sequenzen, in denen die anderen Kinder offensichtlich alles andere als gut mit dem klarkommen, was sie da sehen. Es ist in meinen Augen genau dieser Spagat, der das Thema so schwierig macht. Spiele mit Gewalt sind m.E. völlig okay, sie bedienen nur ein Bedürfnis, das in vielen Menschen (meist Männer, um genau zu sein) nun mal drinsteckt. Das zu leugnen wäre Heuchelei. Andererseits macht man es sich zu einfach, wenn man solche Beobachtungen als klischeehaft abtut. Die falschen Spiele zur falschen Zeit können wirklich Spuren hinterlassen. Darauf hinzuweisen halte ich für mehr als legitim. Robbie Cooper ist es m.E. gelungen, beide Aspekte einzufangen.



  9. Mischa sagt:
    30. November 2008 um 17:06

    Bei diesem ganzen gerede über die Ausbeutung der Kinder und die Stigmatisierung von Computerspielen vergessen wir das es hier um eine 18 monatige Studie geht.Diese Studie will anhand der Gesichtsausdrücke der Kinder erforschen wie diese auf Krieg in Videospielen reagieren,dazu sollte man sich noch mit Paul Elkman und mit seinem Facial Action Coding System beschäftigen (das Projekt beschäftigt sich mit Krieg in den Medien allgemein also auch im TV, im Kino und im Internet). In dieser Hinsicht sollte man sich das ganze noch mal anschauen und dann ergibt sich auch einiges anderes daraus.Hätte man sich die Mühe gemacht nicht nur das Video zu gucken sondern auch zu lesen warum Robbie Cooper,Andrew Wiggins und Charley Smith dies machen, in Zusammenarbeit mit der Bournemouth University.So viel Nachforschung hätte ich wenigstens von Herrn Tönsing erwartet die anderen kenne ich nicht.



  10. Marc Tönsing sagt:
    2. Dezember 2008 um 21:57

    Dann war es etwas zu platt dargestellt. Das Video sah nicht nach einer wissenschaftlichen Studie sondern nach purer Panikmache aus. Sorry, dann muss das einfach anders präsentiert werden. So stellt es Spiele (wieder mal) schlechter da als sie es sind. Die besten Spiele sind die, bei denen nicht geballert wird. Obwohl Gears of War 2 für die XBOX 360 natürlich schon ein Knaller ist. Aber ich “darf” ja momentan nicht spielen. =)

Einen Kommentar schreiben

Bitte lesen Sie die Regeln für Kommentare.

(obligatorisch - gegen Spam)