Fotoblog bei Zeit Online

23. Februar 2009

Wer sich von den hier Mitlesenden für Fotografie im journalistischen Kontext interessiert, fühlt sich möglicherweise auch im neuen Fotoblog von Zeit Online zuhause (Hinweis: Ich arbeite für Zeit Online).

Bilder erzählen Geschichten. Und oft, davon sind wir überzeugt, erzählt nichts eine Geschichte so gut wie ein Bild. Im Fotoblog von ZEIT ONLINE werden wir in lockerer Taktung Bilder zeigen und diskutieren, die uns ins Auge gefallen sind - die über den Tag hinaus etwas zu sagen haben. Darüberhinaus möchten wir Ihnen zeigen, wo sonst im Netz sehenswerte Fotografie zu finden ist, auch wo journalistische “Bildarbeit” neu gedacht und erfunden wird.

Nachtrag, 3. März: Olaf Bathke hat mir einige Fragen zum Fotoblog bei Zeit Online gestellt. Die Fragen und die Antworten finden Sie hier.

13 Kommentare:



  1. Herr K. sagt:
    23. Februar 2009 um 16:18

    Danke für den Tipp. Ich schau regelmäßig in die Übersicht zu den ZEIT-Blogs, aber zuletzt war dieses Blog nicht dabei. Sehr gute Beiträge bisher, gefällt mir.



  2. Olaf Bathke sagt:
    23. Februar 2009 um 17:32

    Hallo Fabian,

    nun hat die ZEIT Online SPON bei mir seit vielen Monaten als Startseite abgelöst und ich kenne nicht diesen Fotoblog. Das kann nur damit zusammenhängen, dass es ihn noch nicht so lange gibt.
    Mit gefällt die Bildauswahl besser, als bei the big picture. Irgendwie sensibler und nicht so sensationslüstern. Vielen Dank für den Tipp…
    Wenn ich richtig sehe, dann bist Du da auch ein bisschen dafür verantwortlich. Der erste Eintrag ist von Dir. Hast Du Lust und Zeit für ein kleines Interview über Deine Arbeit?

    LG aus Kiel



  3. Michael Herfort sagt:
    23. Februar 2009 um 20:17

    Dieser Tipp “made my day”, wie das so schön heißt. Mir gefallen die Bilder und die Themenauswahl, die weit über das hinaus geht, was sonst in (privaten) Fotoblogs zu finden ist. Nachrichten lesen auf den gängigen Portalen ist in den meisten Fällen nichts, was visuell Spaß macht. Bilder, wie im Zeit Fotoblog, ergänzen das für mich sehr sinnvoll und geben mir das Gefühl, die Nachrichten besser verstehen zu können. Mal davon abgesehen, dass solche Bild-Geschichten viel zu selten den Weg auf die Startseite von Spiegel & Co. finden. Gleich abonniert!



  4. Gustav Taag sagt:
    24. Februar 2009 um 00:24

    Vielen Dank für den Tipp!
    Sehr gute Auswahl dort.
    GTaag.



  5. Hannes Jung sagt:
    24. Februar 2009 um 10:55

    Hm, ich überlege gerade wie meine Kritik vernünftig in Worte fasse. Erstmal finde ich es gut, dass die Zeit(bzw Online) überhaupt so einen Blog macht. Das kann man genauso auf die Audioslideshow (http://www.fabianmohr.de/iso800/2009/02/01/bangladesch/) von neulich beziehen. Ich schaue mir den Blog(bzw die Slideshow) an sehe sogar in dem einen mehr in dem anderen weniger gute Fotos.
    Hm, ganz nett denke ich, aber warum wird nicht mehr in die Richtung unternommen? Warum lässt die Zeit gute Fotostrecken nicht gleich auch fürs Netz raus? Warum lässt man nicht gleich richtig gute Audioslideshows produzieren?

    Ich verlange kein Kingsley’s Crossing (http://mediastorm.org/0010.htm) oder die vielfalt einer NYT(http://www.nytimes.com/packages/khtml/2005/11/06/weekinreview/20051106_BANGERT_AUDIOSS.html oder http://www.nytimes.com/slidesh.....index.html )

    Aber ein bisschen mehr als (wenn auch teilweise gut)zusammengekaufte Agenturfotos dürfte doch schon drinn sein. Wo doch immer die Rede vom Qualitätsjournalismus ist…

    Ich muss ganz ehrlich sein, SOLCHE Dinge halten mich gerade von einem ZeitAbo ab.

    Und sorry für die Fremdwerbung:
    http://www.faz.net/s/RubC4541E.....~SMed.html

    Ich hoffe, dass mein Post nicht falsch verstanden wird und ich lese gerade im “About” vom Blog, dass es auch quasi um den Austausch von guter Fotografie geht. Aber trotzdem sollte man auchmal drei Schritte weiter denken.

    grüße

    h



  6. Sebastian Baumer sagt:
    24. Februar 2009 um 22:13

    Klingt ganz interessant, aber “Corporate Blogs” haben eben leider immer das Problem, dass sie zu unpersönlich und distanziert sind. Aber genau das macht Blogs meiner Meinung nach aus im Vergleich zu klassischen Medien. Blogs, die von Zeitungen geführt werden sind meiner Meinung nach deswegen ein Paradoxon in sich.



  7. Christoph Becker sagt:
    25. Februar 2009 um 17:51

    Hallo Fabian,

    wie seht Ihr das mit dem Thema Bilderklau bei der Zeit. Augen zu und durch?

    Der Fotoblog ist über die Zeit-Website nur schwer zu finden.

    Gruß aus Berlin



  8. Fabian Mohr sagt:
    25. Februar 2009 um 19:15

    Hannes: Völlig d’accord, mehr davon wäre schön, auch mehr Audio-Slideshows. Der Start des Fotoblogs ist ein kleiner Schritt in diese Richtung. Mehr Soundslides haben wir, neben anderen Ideen, auch auf der Liste. Es ist im Moment ganz einfach ein Zeitproblem. Bevor wir aber noch ein halbes Jahr weitergrübeln, wollten wir lieber loslegen. Wie sich dieses Pflänzchen dann entwickelt, werden wir sehen. Für uns ist es ein Experiment.

    Christoph: Das Fotoblog ist i.d.T. nicht ganz leicht zu finden und wir werden das fixen. Wegen Bilderklau - kannst du erklären, was du damit meinst? Wenn Leute diese Bilder dann “klauen” beim Fotoblog und anderweitig verwenden?



  9. Christoph Becker sagt:
    26. Februar 2009 um 09:51

    Bilder kann man immer kopieren und unrechtmäßig weiter verwenden. Das konnte auch früher bei unseriös arbeitenden Agenturen und Verlagen passieren, wenn man seine Dias irgendwo hingeschickt hat sie mit einer Absage zurückbekam und sie heimlich eingescannt wurden.

    Viele Fotografen werden ähnliche Erfahrungen mit geklauten Bildern haben wie ich. Bilder und sogar komplette Webseiten werden einfach irgendwo verwendet. Und als Entschuldigung hört man dann in weniger dreisten Fällen: “Ich habe doch aber den Namen darunter geschrieben”, was an einer Urheberrechtsverletzung nichts ändert.

    Wir verwenden ja auf unserer Seite seit Oktober 2007 auch teilweise 800 bis 1000 Pixel breite Fotos und wir haben uns eben damit abgefunden, das auch mal Bilder in Urheberrechtsverletzung verwendet werden.

    Daher die Frage, wie geht Ihr damit um?

    Viele Grüße aus Berlin
    Christoph



  10. Fabian Mohr sagt:
    26. Februar 2009 um 10:22

    Christoph: Wir haben ein gewisses Grundvertrauen in unsere Leser - die verstehen schon, was ein Copyright-Zeichen ist und wozu Fotografen-Credits unter den Bildern stehen. Ich denke, es ist wichtig, dass man bei solchen Publikationsformen nicht in erster Linie ein Worst Case Scenario vor Augen hat, sondern auch die Chancen sieht. Damit propagiere ich nicht das Ende des Urheberrechts, nein. Aber im Netz muss man sich von der Vorstellung verabschieden, dass es völlige Kontrolle über Inhalte gibt. Klar gibt es Grauzonen. Aber man muss auch sehen - was Fotografie angeht und die Wertschätzung von Fotografen durch eine breite Öffentlichkeit, ist das Internet der Glücksfall des Jahrhunderts.



  11. Stefan Sobotta sagt:
    27. Februar 2009 um 09:10

    Sehr schöne deutsche Umsetzung der bewährten amerikanischen Formate von z.B.: “The Frame” oder “The Big Picture” - Besser gut abgeschaut als schlecht selbst ausgedacht ;-)
    Endlich auch in Deutschland mal Fotopräsentation ohne Klick-Geheische!
    Ein Problem dieser Formate ist leider das Autorenfotografie von kleinen ( auch deutschen Agenturen) wie Bilderberg, VISUM, Laif, Noor, VII, etc. nicht auftaucht sondern aus Budgetgründen nur die ohnehin schon abonnierten und bezahlten Dienste durchforstet werden.
    Solange das Budget nicht freigegeben wird, solange keine vernünftigen Werbeformen gefunden werden, solange wird es auch keinen speziell z.B. für Zeit Online, etc. produzierten multimedialen Qualitätsjournalismus in einer Bandbreite wie man das aus USA und Dänemark kennt geben können. Mal sehen was sich in Zukunft diesbezüglich ändert.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt.



  12. Fabian Mohr sagt:
    1. März 2009 um 18:28

    Stefan: “Autorenfotografie”, die extra zugekauft wird, läuft auch in amerikanischen Onlinemedien nur vergleichsweise selten. Der Unterschied zu deutschen Zeitungen und Magazinen - die hauseigenen (Print) Photo Departments in US-Medien machen viel mehr mit Multimedia Storytelling. Sie waren schon vor Jahren die treibende Kraft, interessanterweise nicht die Onlineredaktionen, siehe bspw. http://www.mercurynewsphoto.com Ein zweiter Aspekt ist das unerquickliche Thema der Reichweitenmessung im deutschen Markt. Es hat ja einen Grund, dass öde Klickstrecken immer noch in “Qualitätsmedien” auftauchen. Es ist schön und gut, wenn immer wieder mal geschrieben wird, wie doof PI’s sind (sie sind es ja auch). Aber geh mit den PI’s runter und zähl die Minuten, bis die Quengelei losgeht. Inhalte wie z.B. Audio-Slideshows, die keine Klicks generieren, laufen in so einem bizarren Umfeld dann leider immer noch als Liebhaberprojekte.



  13. D.O. Hennig sagt:
    5. März 2009 um 10:16

    Es gibt definitiv viel zu viele Fotos auf dieser Welt ;-)

    Und ich hätte da auch noch welche:
    http://galerie.strassenfotogra.....-streifen/

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