Thema: Ausrüstung

Hipstamatic

Autor: Fabian Mohr | 27. Februar 2011 | Bisher 1 Kommentar

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st. georg

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hamburg

Mit der Frage, wie weit sich ein Foto von der ursprünglich erfassten Bildinformation noch entfernen darf, ohne als manipuliert zu gelten, beschäftigen sich Fotografen vermutlich seit es Fotografie gibt.

Eine neue Tangente in dieser Diskussion ist durch Apps für mobile Endgeräte wie etwa das iPhone entstanden, mit denen Fotografien den Look analoger Kameras imitieren. Die bekanntesten sind Hipstamatic und Instagram.

Es kam nun, wie es kommen musste: Ein Fotojournalist verwendet Hipstamatic für eine Afghanistan-Reportage, gewinnt einen Preis und steht prompt im Mittelpunkt einer Debatte, ob stilisierende iPhone-Apps eigentlich in Ordnung sind.

Was vielleicht hilft, ist ein Blick hinüber zu schreibenden Journalisten. Essay, Reportage, Kommentar sind alltägliche Formen, die ohne den subjektiven, persönlichen Zugang, vielleicht auch ohne einen gewissen Tunnelblick nicht funktionieren würden. Gleichzeitig helfen uns Nachrichtentexte, die soweit möglich, objektiv und nüchtern gehalten sind, die wesentlichen Informationen ohne große Deutungsarbeit aufzunehmen.

Wo steht hier Hipstamatic?

Nicht bei Nachrichten, würde ich meinen. Bei Essays aber durchaus.

Die Problematik der iPhone-Apps liegt z.T. allerdings auch darin begründet, dass nicht nur an Helligkeit, Kontrast und Farberleben gedreht wird (etwas Alltägliches in der konventionellen Reportagefotografie), sondern künstlich generierte Artefakte im Bild auftauchen können, die an analogen Film erinnern sollen.

Hier wird es dann schwierig.

Ist das, um noch einmal den Vergleich zu Texten zu ziehen, schon ein erfundenes Zitat? Oder kreative, auch virtuose Interpretation des Erlebten, Gefühlten, Gedachten?

Bis das abschließend geklärt ist (vermutlich nie), würde ich unbedingt gerne mehr Fotoreportagen und Essays sehen, die mit neuen Tools wie Hipstamatic oder Instagram spielen - sinnvollerweise immer mit Disclosure, wie die Bilder entstanden sind.

Man wird dann sehen, ob iPhone-App-Fotografie als fotojournalistische Form akzeptiert werden wird (ich bin relativ sicher, ja). Und ob man den Vintage-Look in ein paar Monaten überhaupt noch sehen kann.

Fotorucksack

Autor: Fabian Mohr | 26. Mai 2010 | Bisher 7 Kommentare

Liebe Mitlesende, kann mir jemand aus eigener Erfahrung einen guten Fotorucksack empfehlen? Die Wunschliste sieht so aus:

- ein Rucksack, nichts für über die Schulter
- Platz für 2 Gehäuse, mindestens 3 Objektive, dazu Mikrofone und Kleinkram
- die Möglichkeit, ein leichteres Stativ unkompliziert seitlich ranzuhängen
- sehr schnell zu öffnen
- robust, wetterfest
- farblich unauffällig, in etwa schwarz/braun/grau/dunkeloliv

Gibt es sowas? Ich bin für kurze Tipps, auch Links, sehr dankbar.