Thema: Hardware

Ars Electronica in bewegten Bildern

Autor: Fabian Mohr | 10. September 2010 | Kommentieren Sie diesen Artikel

Das Filmen und Produzieren auf der Ars Electronica war dann doch etwas Neuland für mich. Zum ersten Mal ein größeres Projekt in Final Cut Pro schneiden, zum ersten Mal mit der Sony HXR NX5E drehen. Zunächst zur Kamera: Mit einer DSLR, das steht für mich außer Frage, wäre ich in Linz untergegangen. Insgesamt kamen etwa 200 Takes zusammen, bei teilweise erheblichen Licht- und Lautstärkeschwankungen. Die HXR NX5E hat das alles (auch den Ton) mit großer Gelassenheit gemeistert, war angenehm im Handling und ließ mich die meiste Zeit vergessen, dass ich Technik in der Hand halte. Ich konnte mich weitgehend auf Bilder und Geräusche konzentrieren. Kurz zum Thema Schärfentiefe: Ein 300mm Zoom-Objektiv holt man mit der HXR NX5E natürlich nicht ein. Dennoch kann man sehr schön mit gestaffelten Schärfenebenen arbeiten.

Beinahe surreal war es dann, in FCP auf einem MacBook Pro einige Gigabyte HD-Material flüssig zu schneiden, ohne über mehrere Tage hinweg auch nur einen Absturz zu erleben. Das ist, wenn man etwa 15 Jahre auf Windows gearbeitet hat und von Adobe Premiere her kommt, eine angenehme Überraschung.

Anbei eine Auswahl der Ars Electronica-Videos. Die gesamte 16-teilige Serie finden Sie im Artikel bei Zeit Online: “Der Weg aus der Krise hat Lustpotenzial”.

Pixelguitars

Measuring Angst

Ocean of Light

Telenoid

Cycloïd-E

Dies irae - Remembering EB 180

plant

Interview mit Gerfried Stocker, Leiter der Ars Electronica

Flip HD

Autor: Fabian Mohr | 11. Januar 2009 | Bisher 5 Kommentare

flip hd
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flip hd
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Nach einigen Tagen Kurzurlaub beim deutschen Zoll ist die Flip HD, ein Geschenk von Tante Ruth aus Boston (ganz lieben Dank!), inzwischen bei uns angekommen. Der erste Eindruck - tres chic. Die Flip ist einen Hauch kleiner als das Nokia N82, wiegt gefühlt auch ein gutes Stück weniger. Das Interface ist sehr simpel gehalten, man kann eigentlich nichts falsch machen. Ein roter Knopf für Aufnahme starten, dazu eine Handvoll Buttons, um fertige Videos anzusehen oder zu löschen.

Mit einem Klick springt wie bei einem Schweizer Taschenmesser der USB-Anschluss aus dem Gehäuse - steckt man das an seinen Rechner, meldet sich sofort die mitgelieferte Software (FlipShare), mit der man seine Videos verwalten und bspw. direkt an YouTube weiterreichen kann. Der eingebaute Speicher von 4 GB erlaub 60 Minuten Aufnahmezeit, es gibt darüberhinaus keine Slots für Speicherkarten.

Die Videoqualität (1280×720, 16:9) ist für so ein kleines Stück Hardware erstaunlich gut. Hier ein paar Sekunden Testvideo: YouTube, hohe Qualität | Vimeo | Original-MP4 aus der Kamera (34 MB)

Tagsüber, bei ausreichend Licht, liefert die Flip HD schöne Bilder, ohne dass man ein Handbuch lesen muss oder irgend etwas bei den Einstellungen an der Kamera falsch machen könnte. Es gibt einfach keine Einstellungen - die Flip HD arbeitet vollautomatisch bei Belichtung, Weißabgleich und Schärfe.

Wo liegen ihre Schwächen? Ganz klar nachts und bei schummrigen Lichtverhältnissen in geschlossenen Räumen. Auch lange Schwenks wird man nie ganz perfekt hinbekommen. Theoretisch könnte man die Flip auch auf ein Stativ schrauben, doch dann würde wohl ihr Charme verloren gehen - nämlich losfilmen zu können, ohne große Ausrüstung mitschleppen zu müssen.

Wie schon ihre Vorgängermodelle ist die Flip HD ideal, um sie Reportern in die Hand zu geben. Besonders den Reportern, die sich nicht oder nur am Rande mit Bewegtbild beschäftigen. Es ist kinderleicht, beim Gespräch mit einem Interviewpartner die Kamera mitlaufen zu lassen oder einen Rundgang mit seinen eigenen Worten zu kommentieren (die Mikrofone sind praktischerweise so ausgerichtet, dass die eigene Stimme noch gut eingefangen wird, wenn man die Flip beim Filmen am halb ausgestreckten Arm vor sich her hält).

Wenn nun Videoprofis einwerfen, dass die Bildqualität und andere Faktoren nicht an die Perfektion ihrer Arbeit und an ihre speziellen Anforderungen heranreichen - ja, das mag sein. Nur wird die Flip HD durch ihre konsequent simpel gehaltene Bedienung bei doch erstaunlich detailreichen Bildern viel eher dazu beitragen, dass Video im journalistischen Kontext noch selbstverständlicher wird.

Im Moment leben Onlineangebote im wesentlichen immer noch von zwei Quellen für Bewegtbilder: externe Zulieferungen wie Reuters und der überschaubare Output der eigenen, oft noch kleinen, Videoredaktion. Viele, viele Termine, die von eigenen Journalisten vor Ort besetzt werden, generieren überhaupt kein Video; noch nicht einmal illustrative, ungeschnitte Kurzsequenzen. Kameras wie die Flip HD könnten das allmählich ändern. Die Anschaffungskosten sind mit ca. 200 USD pro Kamera sehr moderat.

Was man nicht unterschätzen sollte - die Flip HD macht Spaß. Nach ein paar Minuten vergisst man völlig, wie kompliziert Video früher war.

Etwas ausführlichere Reviews bei Cnet und in der New York Times.

Erste Gehversuche mit einem binauralen Mikrofon

Autor: Fabian Mohr | 4. Juni 2007 | Bisher 3 Kommentare

Die Suche nach einem passenden und bezahlbaren Mikrofon für unterschiedliche Aufnahmesituationen kann schon Nerven kosten. Für Interviews nutze ich inzwischen das Sony ECM-MS907, für Außenaufnahmen und Atmo bisher das Sony ECM-DS70P. Keine Ahnung, wie ich es genau kaputtgemacht habe, vermutlich in Gedanken draufgestiegen - jetzt ist das DS70P etwas eingedellt, der Sound setzt auf einem Kanal öfter aus. Schade. Gutes, vielseitiges Mikrofon, dabei erschwinglich.

Bei dieser Gelegenheit bin ich auf ein binaurales Mikrofon umgestiegen - das OKM II von Soundman. Vorgeschichte: Field Recording fasziniert mich schon lange. Ich bin ein Fan von One Minute Vacations und hatte das große Vergnügen, Aaron Ximm am Ende der Welt zu treffen. Ximm arbeitet vorwiegend mit binauralen Mikrofonen - sie werden wie kleine Kopfhörer in die Ohren gesteckt und können dadurch ziemlich exakt das räumliche Gefühl widergeben, das auch Menschen beim natürlichen Hören empfinden. Ein längerer Artikel dazu bei Wikipedia.

Heute Nachmittag bin ich auf dem Rückweg vom Musikgeschäft mit dem neuen Mikro kurz durch den Supermarkt gegangen - das MP3 können Sie hier herunterladen. Kein Meilenstein der Tontechnik, nur ein Test. Tipp: Augen zu und Kopfhörer.

Erster Eindruck: Wunderbares Mikrofon, um Atmo aufzunehmen - dabei unauffällig. Da man kein Mikro in der Hand hält, registriert auch niemand, dass die Aufnahme läuft. Ein Nebenaspekt ist Etikette: Man sollte überlegen, was man aufnimmt und was man dann von dem, was mitgeschnitten wurde, letztendlich veröffentlicht.

Tipp, nebenbei: The Free Sound Projekt, ein Schallarchiv unter Creative Commons. Sehr fein.

The Album Leaf, live

Autor: Fabian Mohr | 24. Februar 2007 | Bisher 5 Kommentare

Album Leaf
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Ich dachte, ISO 1600 sei ein Gag, der Fuchsschwanz an der Kamera. Bis gestern. Mehr über The Album Leaf: Website, MySpace, Wikipedia.

Obdachlos in der Hauptstadt der Schönen und Reichen

Autor: Fabian Mohr | 23. Dezember 2006 | Bisher 11 Kommentare

Eine Bilderstrecke, die ich vor einigen Tagen im Kloster St. Bonifaz in München fotografiert hatte, ist jetzt bei FOCUS Online als Galerie mit Soundslides live gegangen. Bitte hier klicken, um die Foto-Strecke zu starten.

Den dazugehörigen Artikel - inkl. Diskussion zum Thema Armut und Obdachlosigkeit in den Kommentaren - finden Sie hier.

Für die Audio-Aufnahme habe ich einen Video-iPod 5G/60 verwendet, dazu das TuneTalk-Mikrofon. Da mich das zeitraubende Überspielen auf den PC beim MiniDisc-Recording schon länger stört, finde ich das direkte Aufnehmen von WAV-Dateien sehr charmant. Den iPod dann an den PC anschließen und die WAVs in einem separaten Folder abholen - wirklich problemlos. Die Aufnahmequalität des TuneTalk-Stereomikrofons ist m. E. verblüffend gut.

Eines muss man aber unbedingt beachten: Da TuneTalk direkt an den iPod angesteckt wird, übertragen sich in ruhigen Momenten die Festplattengeräusche auf das Mikrofon und die Aufnahme - das kann sehr störend sein.

Ich musste in Sound Forge etwas schnipseln, um das Audio zu retten. Wer sich die Fotostrecke mit Kopfhörer gibt, hört den iPod hier und da noch ganz leise stöhnen :) Lektion gelernt. Da Tune Talk auch einen 3,5-mm-Anschluss mitbringt, kann man externe Mikrofone mit Kabel anschließen und das Problem mit den Vibrationen zu 100 % umgehen. Beim nächsten Mal dann.

St. Bonifaz
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St. Bonifaz
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St. Bonifaz
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