Beim Holzbildhauer
Autor: Fabian Mohr | 13. Mai 2005 | Kommentieren Sie diesen ArtikelWenn sich High-End-Fotografen über Filter, Objektive und neueste Kameramodelle unterhalten, stehe ich immer etwas abseits. Ich habe nie einen Fotokurs besucht, geschweige denn eine solide Ausbildung genossen. Handwerkliche Feinheiten wie Blenden, ISO etc. haben mich noch nie wirklich interessiert. Mich fasziniert, wenn ein Fotograf tatsächlich Seele hat - Anton Corbijn zum Beispiel (eine Liste der Plattencover und Titelseiten). Diese Bilder mit dem Bauch zu studieren, bringt mir mehr als jede Theorie. Weil sie mich immer wieder von den wesentlichen Fehlern kurieren: Zu viel - auch zu viele Farben - in ein Bild packen. Zu helle, zu flache (kontrastarme) Bilder. Angst vor kontrollierter Unschärfe - wie oben, beim Holzbildhauer. Noch ein Tipp: The Americans von Robert Frank. Grandiose, doch einfache Reportagefotos. Es gibt keine bessere Inspiration für Fotografen. Ein Buch, das man immer wieder aus dem Regal holt.

