Thema: Mobile

1000+

Autor: Fabian Mohr | 5. Juli 2008 | Bisher 3 Kommentare

Über eintausend ungelesene Feedbeiträge. Google Reader hört ab 1000 Items auf, im Detail mitzuzählen. Ab 1000+ ist man in Verzug. Aber sowas von.

Also die vergangenen zwei Monate ganz schnell:

Fotografieren geht nur mit Zeit.

Verblüffend, wie schnell man sich daran gewöhnt, als Zivilisationsnomade zu leben und wie OK sich das anfühlt. Zwei Taschen, ein Laptop, ein Smartphone und eine Handvoll Websites reichen.

Die UMTS-Daten-Flat von moobi Air hat sich (abgesehen vom etwas ruppigen und nicht immer kundigen Support) vom ersten Tag an bewährt. 34 Euro für einen Monat surfen, egal wo man ist. Kein WLAN mehr suchen müssen. Die Geschwindigkeit ist, jedenfalls in München und Hamburg, ziemlich hoch. Fast überall HSDPA, das mindestens so flott arbeitet wie meine frühere DSL 6000 Flat von 1+1. Der 1+1-Vertrag endet, nachdem er im Mai gekündigt wurde, im Februar 2009. Im Februar 2009! Noch so eine Resolution für den Rest des Lebens: Keine Verträge mehr mit überlanger Bindung.

Keine Desktop-Rechner mehr. Nie wieder Informationen und Dokumente rund um eine einzelne Maschine organisieren. Probleme hatte ich in den vergangenen Monaten allein wegen zwei Desktop-Rechnern: Meine private Dell-Investitionsruine, von der ich alle wichtigen Dateien mühselig migrieren musste – und mein Rechner in der Arbeit, den ich einfach nicht mehr parallel zu meinem Laptop besiedeln will.

Eine halbe Stunde mobil mit Gmail arbeiten, dann Outlook: 5er BMW gegen Opel Ascona. “Löschen Sie alle Objekte, die Sie nicht mehr benötigen, um mehr Speicherplatz zu erhalten, oder verschieben Sie sie in Ihre Persönliche Ordner-Datei (.pst-Datei).” WTF ??

Es fällt mir inzwischen sehr schwer, Onlinejournalisten für voll zu nehmen, die ihr eigenes Mobilangebot nicht kennen.

Ich mag Twitter. Mich interessiert aber nicht so sehr, was andere Leute twittern (wie Ohren zuhalten und dabei leise lalalalala singen). Und bitte nicht immer das /warum/ ergründen wollen. Es ist nur - Twitter.

Air Berlin ist eine Fluglinie für Zwerge, die niemand vermissen wird.

Bar St. Georg ist wie Wohnzimmer, nur besser. Ich liebe Euch.

Geocodierung beim N82 jetzt auch “out of the box”

Autor: Fabian Mohr | 12. April 2008 | Kommentieren Sie diesen Artikel

beloved grey chucks
N82-Foto in der Großformat-Version ansehen | © Fabian Mohr

Wer die eingebaute GPS-Funktion beim Nokia N82 mit der Fotokamera verknüpfen wollte, um seine Bilder mit Geocodierung zu versehen, musste dafür bislang ein kleines Zusatzprogramm, den Location Tagger, starten. Nicht mehr - die aktualisierte Firmware des N82 hat Geocodierung gleich mit eingebaut. Mehr dazu bei Symbian Freak.

screenshot: enable geocoding within the new n82 firmwareMan aktiviert es lediglich einmal in den Kamera-Einstellungen und muss sich danach nicht weiter um die Geocodierung kümmern.

Startet man die Kamera, sucht das N82 automatisch im Hintergrund die GPS-Verbindung, ortet die Position (was im Freien zügig geschieht) und fügt die entsprechenden Daten in das Foto ein. Bilderdienste wie Flickr, die Geocodes unterstützen, generieren daraus automatisch Foto-Karten. In diesem Beispiel ist das oben gezeigte Foto eingebunden (heute aufgenommen und mit der neuen Methode geocodiert).

Drei kurze Gedanken:

1) Geocodierung von Fotos wird langsam Mainstream (gut so).

2) Die Hersteller von Spiegelreflexkameras müssen in die Gänge kommen; wer sich an simple Geocodierung gewöhnt hat, will sie nicht mehr missen.

3) Was ist mit Video und Geocodierung? Wenn ich an unterschiedlichen Orten drehe, wäre ein automatisch generiertes KML-File mit Route mehr als praktisch.

Thou foolish insolent fellow!

Autor: Fabian Mohr | 25. Februar 2008 | Bisher 1 Kommentar

bbc, the insult generator

Wäre das nicht fein, wenn man - statt GEZ - seine Gebühren einem öffentlich-rechtlichen Sender seines Vertrauens überweisen dürfte?

Irgendwo in Europa?

BBC online: Shakespeare Insult-O-Matic
BBC mobile: Shakespeare Insult Generator

Routen mit Handy und GPS “tracken”

Autor: Fabian Mohr | 2. Februar 2008 | Bisher 6 Kommentare

screenshot: nokia sports tracker displayed on google earth
Google Earth: Screenshot in der Großformat-Version ansehen

Der erwähnte Sports Tracker von Nokia hat sich beim ersten Feldversuch als sehr brauchbar erwiesen. Wie immer bei GPS dauert es ein paar Momente, bis das Signal steht. Doch dann kann man ganz normal losgehen und die Aufzeichnung läuft stabil. Hat man seine Tour beendet, kann man sich bspw. ein KML-File ausgeben lassen, es auf Google Earth anzeigen lassen und bei Bedarf dort weiterbearbeiten. Im Screenshot erkennt man, dass die zivile Version von GPS nicht auf den Meter genau arbeitet - der Autor ist nicht, wie der Verlauf der gelben Linie suggeriert, sturztrunken in Schlangenlinie durch Schwabing-West geirrt (jedenfalls nicht heute). Hier und da weicht die GPS-Ortung einige Meter von der realen Position ab. Aber die Straße als solche wird immer richtig lokalisiert.

Dass Nokia dieses Tool “Sports Tracker” genannt hat, liegt wohl an der Zielgruppe, von der man sich die meisten “Adopter” erhofft. Aber auch Journalisten können mit GPS-Tracking eigentlich sehr interessante Dinge machen - etwa einen Tag im Leben eines wahlkämpfenden Politikers “mittracken” und das abenteuerliche Kilometer-Pensum anschließend auf einer Karte visualisieren. Oder Reportage-Touren dokumentieren. Oder Knut und Flocke ein N82 hinter die Ohren tackern.

Mobile Geocodierung mit Location Tagger

Autor: Fabian Mohr | 31. Januar 2008 | Kommentieren Sie diesen Artikel

niederbayern
N82-Foto in der Großformat-Version ansehen | Flickr-Map | © Fabian Mohr

Da hier auch ein paar N95-User mitlesen: Mit dem Location Tagger (Beta) von Nokia kann die integrierte GPS-Funktion zum Geocodieren von Handyfotos verwendet werden (N82, N95, E90).

So funktioniert es: Das Programm starten, nach ein paar Augenblicken ist die Satellitenortung da. Dann losfotografieren - beim N82 signalisiert ein kleines grünes Kästchen, dass die GPS-Lokalisierung aktiv ist. Die Koordinaten werden in die Exif-Daten des Bildes geschrieben und können bspw. auf einer Online-Karte angezeigt werden. (Flickr-User müssen dazu kurz mit einem Klick bestätigen, dass sie Exif-Geodaten auslesen lassen wollen.)

Auf Dauer würde man Location Tagger wohl nicht mitlaufen lassen, wenn das Handy eingeschaltet wird; es ist aber sehr praktisch, um in Niederbayern und anderswo am Ende der Welt zu fotografieren, ohne sich immer die exakten Orte merken zu müssen (das Foto oben auf der Flickr-Map ansehen). Da die Positionen in den Exif-Daten festgeschrieben sind, kann man das ggf. auch Wochen danach noch erledigen. An fremden Orten hat man dann oft schon wieder vergessen, wo genau die Ecke war.. Hell, in Marrakesch habe ich noch am gleichen Abend auf dem Stadtplan nicht mehr die Gassen gefunden, in denen ich mich am Nachmittag verlaufen hatte..

Nachtrag: Wer ganze Touren aufzeichnen will, sieht sich vielleicht auch Sports Tracker etwas näher an.

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