Thema: Photoshop

Weißabgleich, Auto-Farbe in Photoshop

Autor: Fabian Mohr | 6. Dezember 2005 | Kommentieren Sie diesen Artikel

Typisches Problem v.a. mit digitalen Kameras: Bei Innenaufnahmen und künstlichem Licht hat alles diesen bösen Farbstich - sieht aus wie Gouda. Das liegt am fehlenden oder fehlerhaften Weißabgleich.

Für den Hausgebrauch, wenn man also nicht tiefer in die Materie einsteigen will, gibt es ein nettes Tool bei Photoshop: “Auto-Farbe”. Der Weg dorthin durch die Menüs: Bild/Einstellungen/Auto-Farbe.

Hier zwei Beispielbilder - das Original, mit Farbstich - und die Fassung nach “Auto-Farbe”.

6187_1
6187_2

Nicht die hohe Schule, manchmal geht’s auch daneben - aber definitiv ok, um Bilder auf die Schnelle ohne großes Gefummel wieder näher an die echten Farbwerte zu bringen.

Trotzdem lohnt es sich, Weißabgleich auch richtig zu lernen - hat man i.d.R. nach zehn Minuten Lektüre im Kamera-Handbuch fürs Erste begriffen. No big deal. Man vergisst es aber gerne im Eifer des Gefechts - und dann liefert die Kamera eben ganz brav wieder Gouda ab.

Lindwurmstüberl

Autor: Fabian Mohr | 24. Mai 2005 | Kommentieren Sie diesen Artikel

© Fabian Mohr

Eine einfache Methode, um Bilder mit Photoshop in Sepia zu produzieren:

1. Das Bild auf schwarzweiß umstellen:

Bild
Einstellungen
Sättigung verringern

2. Kontrast und Helligkeit regulieren

Bild
Einstellungen
Tonwertkorrektur

bzw.

Bild
Einstellungen
Helligkeit/Kontrast

3. Die Sepia-Färbung:

Bild
Einstellungen
Farbton/Sättigung

Dort in etwa folgende Werte einstellen:
Farbton 40
Sättigung 16
Lab-Helligkeit 0

Mit diesen Werten können Sie natürlich spielen - Farbton 220-230 ist bspw. ein interessanter Blau-Ton.

Tipp: Sie müssen das nicht für jedes Bild extra einstellen, wenn Sie eine Serie bearbeiten wollen. Über den Button “Speichern” können Sie beliebig viele Einstellungen sichern, später dann über “Laden” komplett abrufen.

The girl with the faraway eyes

Autor: Fabian Mohr | 18. Mai 2005 | Kommentieren Sie diesen Artikel

Oh - eines der besten Bilder, das ich seit langem gesehen habe: The girl with the faraway eyes von Jamie Goodridge (aus dem Set the infamous bunny). Gute Inspiration, wenn Sie noch nicht mit Kontrast experimentiert haben. Nehmen Sie sich ein beliebiges Porträt und werfen Sie Photoshop an. Im Menü dann hier entlang:

Bild
Einstellungen
Helligkeit/Kontrast

Bewegen Sie jetzt den zweiten (unteren) Regler für Kontrast etwa 10-30 Punkte nach rechts. Beobachten Sie, wie sich das Bild verändert - die Farben werden härter, intensiver. Gehen Sie extrem weit nach rechts, bis die Farben explodieren - und dann weit nach links, bis ihr Foto neblig wird.In den meisten Fällen tut es Bildern sehr gut, wenn der Kontrast erhöht wird. Ich bewege mich, wie oben angedeutet, oft im Bereich von 10-30 Punkten. Eine Richtlinie kann das für Sie aber nicht sein - jedes Bild ist anders, dazu kommt natürlich und vor allem Ihr persönlicher Geschmack.

Noch zwei Photoshop-Funktionen, die Sie ebenfalls interessieren könnten:

Bild
Einstellungen
Tonwertkorrektur

Optimal, um die Helligkeit des Bildes nachzujustieren. Ziehen Sie das kleine Dreieck unter der “Kurve” nach links und rechts - und beobachten Sie dabei das Bild. Tipp: Trauen Sie sich ruhig, dunkler zu werden.

Bild
Einstellungen
Farbton/Sättigung

Wenn Sie den Eindruck haben, ihre Farben sind zu satt oder zu matt, können Sie in gewissen Grenzen mit dem Sättigungsregler nachjustieren. Mit dem Dropdown-Menü “Bearbeiten” können Sie übrigens auch nur einzeln Farbtöne hoch- und runterdimmen. Das kann nützlich sein, wenn Sie ein rotstichiges Bild mit wenig Aufwand retten wollen (zB. bei Nacht/Innenaufnahmen mit der Digitalkamera, wenn kein richtiger Weißabgleich gemacht wurde. Dann neben den Rot- am besten auch gleich noch die Gelbtöne anfassen).