Thema: Tipps

Links

Autor: Fabian Mohr | 30. November 2009 | Kommentieren Sie diesen Artikel

Etwa einmal im Jahr gibt es hier eine kleine Liste mit Links, die mir in den vergangenen Monaten aufgefallen sind und die für Sie als Leser von ISO 800 möglicherweise ebenfalls interessant sind. Nebenan bei Delicious finden Sie dazu einen eigenen Tag, der die URLs auflistet. Thematisch geht es quer durch den Gemüsegarten, vielleicht etwas mehr Infografik als in den Jahren davor. Ich hoffe, es ist für jeden etwas dabei.

Aufhellen mit Blitzlicht

Autor: Fabian Mohr | 26. Juli 2009 | Kommentieren Sie diesen Artikel

sheep
N82-Foto in der Großformat-Version ansehen | © Fabian Mohr

Das Xenon-Blitzlicht in meinem N82-Handy ist einigermaßen ungeeignet, Menschen aus nächster Nähe zu fotografieren - wer hineinschaut, erblindet vorübergehend. Diese Fehlkonstruktion erweist sich aber dann als praktisch, wenn man aus etwas größerer Distanz viel Licht braucht, um Objekte in schummriger Umgebung aufzuhellen. Drei bis fünf Meter Abstand in der Abenddämmerung funktionieren gut.

Per Default entscheidet das N82 selber, wann es blitzt und wann nicht. Wer den Einsatz des Blitzlichts erzwingen will, geht im Kameramenü auf “Blitzmodus” und aktiviert dann “Ein” statt “Automatisch”.

n82

Sandstrand

Autor: Fabian Mohr | 19. Juli 2009 | Kommentieren Sie diesen Artikel

Die Slideshow-Funktion bei Flickr kann man, was mir erst jetzt auffiel, auch als schönen, aufgeräumten Videoserien-Player nutzen. Dazu wirft man beliebig viele Videos in ein Set bei Flickr und legt die Reihenfolge im Organizer fest.

Auf der Übersichtsseite für das Set klickt man dann auf das Slideshow-Symbol, dort dann weiter über “Share”. Hier gibt es den Embedding Code (Achtung, dafür muss man eingeloggt sein), den man über “Customize this HTML” bei den Abmessungen pixelgenau anpassen kann.

Die Video-Slideshow lässt sich mit Blätter-Buttons und Thumbnails navigieren, auf überflüssige Features wurde verzichtet.

Noch nicht ganz optimal: Per Default starten eingebundene Videos als normale Version, nicht in HD. Man kann davon ausgehen, dass das Gros der Nutzer die hochauflösende Version deswegen nicht zu sehen bekommt. Vielleicht kann man HD ja vom Start weg über undokumentierte Parameter im Embedding Code erzwingen? Tipps willkommen.

Nachtrag: Google Reader hat hatte Probleme mit dem Play-Button.

Flip HD

Autor: Fabian Mohr | 11. Januar 2009 | Bisher 5 Kommentare

flip hd
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Nach einigen Tagen Kurzurlaub beim deutschen Zoll ist die Flip HD, ein Geschenk von Tante Ruth aus Boston (ganz lieben Dank!), inzwischen bei uns angekommen. Der erste Eindruck - tres chic. Die Flip ist einen Hauch kleiner als das Nokia N82, wiegt gefühlt auch ein gutes Stück weniger. Das Interface ist sehr simpel gehalten, man kann eigentlich nichts falsch machen. Ein roter Knopf für Aufnahme starten, dazu eine Handvoll Buttons, um fertige Videos anzusehen oder zu löschen.

Mit einem Klick springt wie bei einem Schweizer Taschenmesser der USB-Anschluss aus dem Gehäuse - steckt man das an seinen Rechner, meldet sich sofort die mitgelieferte Software (FlipShare), mit der man seine Videos verwalten und bspw. direkt an YouTube weiterreichen kann. Der eingebaute Speicher von 4 GB erlaub 60 Minuten Aufnahmezeit, es gibt darüberhinaus keine Slots für Speicherkarten.

Die Videoqualität (1280×720, 16:9) ist für so ein kleines Stück Hardware erstaunlich gut. Hier ein paar Sekunden Testvideo: YouTube, hohe Qualität | Vimeo | Original-MP4 aus der Kamera (34 MB)

Tagsüber, bei ausreichend Licht, liefert die Flip HD schöne Bilder, ohne dass man ein Handbuch lesen muss oder irgend etwas bei den Einstellungen an der Kamera falsch machen könnte. Es gibt einfach keine Einstellungen - die Flip HD arbeitet vollautomatisch bei Belichtung, Weißabgleich und Schärfe.

Wo liegen ihre Schwächen? Ganz klar nachts und bei schummrigen Lichtverhältnissen in geschlossenen Räumen. Auch lange Schwenks wird man nie ganz perfekt hinbekommen. Theoretisch könnte man die Flip auch auf ein Stativ schrauben, doch dann würde wohl ihr Charme verloren gehen - nämlich losfilmen zu können, ohne große Ausrüstung mitschleppen zu müssen.

Wie schon ihre Vorgängermodelle ist die Flip HD ideal, um sie Reportern in die Hand zu geben. Besonders den Reportern, die sich nicht oder nur am Rande mit Bewegtbild beschäftigen. Es ist kinderleicht, beim Gespräch mit einem Interviewpartner die Kamera mitlaufen zu lassen oder einen Rundgang mit seinen eigenen Worten zu kommentieren (die Mikrofone sind praktischerweise so ausgerichtet, dass die eigene Stimme noch gut eingefangen wird, wenn man die Flip beim Filmen am halb ausgestreckten Arm vor sich her hält).

Wenn nun Videoprofis einwerfen, dass die Bildqualität und andere Faktoren nicht an die Perfektion ihrer Arbeit und an ihre speziellen Anforderungen heranreichen - ja, das mag sein. Nur wird die Flip HD durch ihre konsequent simpel gehaltene Bedienung bei doch erstaunlich detailreichen Bildern viel eher dazu beitragen, dass Video im journalistischen Kontext noch selbstverständlicher wird.

Im Moment leben Onlineangebote im wesentlichen immer noch von zwei Quellen für Bewegtbilder: externe Zulieferungen wie Reuters und der überschaubare Output der eigenen, oft noch kleinen, Videoredaktion. Viele, viele Termine, die von eigenen Journalisten vor Ort besetzt werden, generieren überhaupt kein Video; noch nicht einmal illustrative, ungeschnitte Kurzsequenzen. Kameras wie die Flip HD könnten das allmählich ändern. Die Anschaffungskosten sind mit ca. 200 USD pro Kamera sehr moderat.

Was man nicht unterschätzen sollte - die Flip HD macht Spaß. Nach ein paar Minuten vergisst man völlig, wie kompliziert Video früher war.

Etwas ausführlichere Reviews bei Cnet und in der New York Times.

Kleine Leseliste: Onlinejournalismus-Blogs

Autor: Fabian Mohr | 1. Januar 2009 | Kommentieren Sie diesen Artikel

In Teil drei der Miniserie mit Leselisten (in Folge 1 ging es um Infografik, in Folge 2 um Multimedia) hier die Blogs zum Thema Onlinejournalismus und Umbruch der Medienlandschaft mit Blick auf Print und TV. Auch hier gilt - eine subjektive und bewusst kurz gehaltene Auswahl.

Media Shift
Buzz Machine
Press Think
Online Journalism Review
The Exploding Newsroom
Newsless
Editor & Publisher
PaidContent
Netzökonom
Steve Yelvington
Howard Owens
Terry Heaton
Lost Remote
Steve Outing
JD Lasica
Crowdsourcing
Onlinejournalismus.de
Stefan Niggemeier
Wortfeld
Netzjournalist

Ergänzungen wie immer sehr gerne in den Kommentaren.

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